Irlach Ein Feld wiederentdeckt

Schon früher wurde aus der Lagerstätte Irlach erfolgreich Erdgas gefördert – von 1986 bis 1996. Neue seismische Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Vorkommen nicht vollständig erschlossen wurde. Jetzt soll die Förderung wieder aufgenommen werden.

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Erdgas aus Irlach für Bayern
Erdgas aus Irlach für Bayern
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Wintershall Dea

Wintershall Dea plant die Lagerstätte Irlach, in der Nähe des Ortes Halfing, wieder in Betrieb zu nehmen. Schon einmal wurde hier erfolgreich Erdgas produziert. Von Oktober 1986 bis Februar 1996 konnte die damalige Betriebsgesellschaft Mobil mit der Bohrung Irlach C1 insgesamt 288 Millionen Kubikmeter qualitativ hochwertiges Süßgas gewinnen. 2004 übernahm Wintershall Dea beziehungsweise die damalige RWE Dea AG die Explorationslizenz Grafing und führte 2008 eine neue seismische Untersuchung der Lagerstätte durch. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Erdgasvorkommen nicht vollständig erschlossen wurde. Nun plant Wintershall Dea die erneute Aufnahme der Förderung.

Quickfact zu Irlach Wintershall Dea
Quickfact zu Irlach Wintershall Dea
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Wintershall Dea

80.000

Haushalte im Jahr könnten mit dem Erdgas aus Irlach versorgt werden.

1.900

Meter tief lagert das Erdgas in den Sandsteinschichten im Feld Irlach.

288

Millionen Kubikmeter Süßgas wurden aus der Lagerstätte zwischen 1986 und 1996 gefördert.

Die Erkundungsbohrung

Das Erdgas aus der Lagerstätte Irlach soll an regionale Stadtwerke sowie örtliche Abnehmer geliefert werden und damit die Energieversorgung in Bayern sichern. Die Planungen für eine Bohrung laufen auf Hochtouren. Ende 2020 präsentierte Wintershall Dea die Pläne der Öffentlichkeit. Mit der Einrichtung des Bohrplatzes sollen die eigentlichen Arbeiten im November 2021 beginnen. Der Start der Erkundungsbohrung ist im März 2022 vorgesehen. Bei dieser Bohrung handelt es sich um eine rund 3.000 Meter lange, abgelenkte Bohrung, die in ihrem Verlauf eine Neigung von etwa 50 Grad aufbaut. Ihr Ziel im Bereich des Chatt-Sandsteins wird sie in einer Tiefe von etwa 1.900 Metern erreichen. Das Erdgas befindet sich in diesen grauen Sandsteinen in mikroskopisch kleine Poren zwischen den Sandkörnern.

Das Bohrloch wird aus einer Reihe von ineinander zementierten Stahlrohren bestehen. Diese überlappen sich vor allem in der oberen Sektion und schützen die grundwasserführende Zone durch mehrere Ebenen aus Stahl und Spezialzement. Qualität, Dichtigkeit und damit die Integrität des Bohrlochs werden durch technische Messverfahren nachgewiesen und auch anschließend ständig überwacht.

Downloads

Stellungnahme zur Onlinepetition, 26. März 2021

Information von Bürgern und Gemeinderat, 11. Februar 2021

Digitaler Infomarkt Halfing, 17. November 2020

Broschüre Erdgasfeld Irlach, November 2020

Information des Gemeinderats Halfing, 08. Oktober 2020

Ziel in 1.900 Metern Tiefe

Der Bohrpfad wird zunächst senkrecht verlaufen, bevor er in einer Tiefe von rund 600 Metern langsam abgelenkt wird.

Bohrpfad in Irlach
Bohrpfad in Irlach
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Wintershall Dea

Erdgas aus Bayern für Bayern

Das in Irlach geförderte Erdgas soll durch örtliche Stadtwerke und Industrie genutzt werden und über das gut ausgebaute regionale Gasnetz direkt zum bayerischen Endverbraucher gelangen. Das ist ökologisch vorteilhaft, da kein weiterer Transport erforderlich ist und verringert zudem die Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland.

Unser Unternehmen ist seit Jahrzehnten in Oberbayern tätig und mit der Region um Rosenheim eng verbunden.

Robert Frimpong
Leiter des Deutschlandgeschäftes der Wintershall Dea
Geplanter Projektablauf

Nach Bürgerbeteiligung und Genehmigungsverfahren könnte ab März 2022 die Bohrtätigkeit und ab April 2023 die Erdgasförderung beginnen.

Wintershall Dea Timeline Irlach Grafik
Wintershall Dea Timeline Irlach Grafik
Eingriffe in die Umwelt erfolgen behutsam
Eingriffe in die Umwelt erfolgen behutsam
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Wintershall Dea

Umweltschutz auf ganzer Linie

Bei der Wiederinbetriebnahme des Erdgasfeldes Irlach sorgen das ausgebildete Fachpersonal, höchste Sicherheitsbestimmungen und modernste Technik für den Schutz von Mensch und Umwelt. Insbesondere der Gewässerschutz hat einen sehr hohen Stellenwert. Der Bohrplatz wird so gebaut, dass keine Stoffe in das Grund- oder Oberflächenwasser gelangen. Nur die modernste und sicherste Bohr- und Fördertechnik wird zum Einsatz kommen. Geräuschemissionen werden unter das gesetzlich vorgeschriebene Maß abgesenkt, das Verkehrsaufkommen auf das notwendige Minimum beschränkt.

FAQs

Als CO2-ärmster fossiler Energieträger ist Erdgas als Partner der erneuerbaren Energien zur Erreichung der Klimaschutzziele unerlässlich. Bei der Verbrennung von Erdgas statt Kohle entstehen rund 60 Prozent weniger CO2-Emmissionen. Laut der Internationalen Energie-Agentur wird die Bedeutung von Erdgas in den kommenden Jahren rasant wachsen.

Im Rahmen eines verbindliche Arbeitsprogrammes hat das bayerische Wirtschaftsministerium (StMWi) Wintershall Dea die Erlaubnis zur Aufsuchung der Reserven erteilt. Die Genehmigung konkreter Maßnahmen erfolgt separat, insbesondere durch die bergamtliche Zulassung sogenannter Betriebspläne.

Das Bohrprojekt Irlach befindet sich derzeit in der Planungsphase und noch nicht in der Umsetzungsphase. Anträge für das Projekt werden erst nach der Öffentlichkeitsbeteiligung beim Bergamt Südbayern gestellt.

Die Bohrtechnologie ist seit Jahrzehnten erprobt und immer weiter perfektioniert worden. Wintershall Dea wird die Arbeiten auf höchstem Sicherheits- und Umweltschutzniveau durchführen. Die Mitarbeiter haben langjährige Erfahrung, sind bestens ausgebildet und werden laufend geschult.

Im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsvorprüfung (UVP-VP) prüft das Bergamt Südbayern, ob das Vorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann. Wenn das der Fall ist, wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt. Lässt die geografischen Lage des geplanten Fördergebietes oder der Förderumfang kein Risiko einer Umweltschädigung vermuten, kann die Behörde von einer Umweltverträglichkeitsprüfung absehen.

Wintershall Dea ist in dieser Region seit über 50 Jahren tätig und hat jederzeit erfolgreich und störungsfrei gearbeitet. Wir sind darauf bedacht, unsere Projekte verantwortungsvoll im Einvernehmen mit Grundstückseigentümern, Anrainern, Gemeinden und den zuständigen Behörden umzusetzen.

Hotline

Die frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit ist für Wintershall Dea selbstverständlich. Für einen aktiven Dialog sowie weitere Auskünfte stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.

Holger Schmidt Beauftragter Kommunikation aus Stephanskirchen
Holger Schmidt Beauftragter Kommunikation aus Stephanskirchen
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Holger
Schmidt
Beauftragter Kommunikation aus Stephanskirchen
0151/588685 69

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