Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea hat Korrosionsschäden an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 festgestellt und diese außer Betrieb genommen. Aus der Bohrung Em 132 ist Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Pflanzen.
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Wintershall Dea Emlichheim Leckage
Wintershall Dea Emlichheim Leckage
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 19. Februar 2020 Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Anfang 2019 Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen ab 148 bzw. 788 Metern festgestellt. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Wintershall Dea hat die oben genannten Bohrungen außer Betrieb genommen und die zuständigen Behörden informiert. Seit dem Frühjahr 2019 befasst sich ein Expertenteam intensiv mit der Aufarbeitung, dem Wasser-Monitoring und der Sanierung. Dazu stimmt sich Wintershall Dea eng mit dem Landesbergamt (LBEG), der Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den niederländischen Behörden ab.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea
Keine Anhaltspunkte für Gefährdung

Untersuchungen der monatlich durchgeführten Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser im Bereich der beiden schadhaften Bohrungen haben ergeben, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt. Nutzbares Grundwasser zur Trinkwassergewinnung wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Sanierung läuft

Wintershall Dea hat im November 2019 mit der Sanierung des Schadens im Umfeld der Em 132 begonnen. Die Arbeiten starteten mit einem Immissionspumpversuch am Sanierungsbrunnen der so genannten RKB 1. Wintershall Dea hatte diese Bohrung im Abstrombereich der Em 132 am 27. September 2019 abgeschlossen.

Dabei wird das ausgetretene Lagerstättenwasser in unterschiedlichen Tiefen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten herausgepumpt. Ziel des Immissionspumpversuchs ist, verschiedene Informationen, wie etwa die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im Untergrund, zu erhalten. Zur Erfassung der Fördermengen wird ein Durchflussmengenmessgerät eingesetzt, welches die entnommenen Wassermengen kontinuierlich ermittelt. Zudem sind so genannte Datenlogger installiert, die unter anderem die im Bohrloch vorherrschenden Druckverhältnisse aufzeichnen. Darüber hinaus werden alle zwei bis drei Tage Proben des geförderten Wassers genommen und untersucht. Mit diesen Informationen kann das Modell angepasst und die mögliche Errichtung von weiteren Sanierungsbrunnen bestimmt werden.

Der Immissionspumpversuch wird noch bis Mitte April fortgeführt. Nach Abschluss dieses Immissionspumpversuchs setzt Wintershall Dea die Sanierung mit dem Herauspumpen des Lagerstättenwassers fort. 

Zwei weitere Sanierungsbrunnen sind bereits in Planung. Bis zum Sommer werden dann insgesamt drei Sanierungsbrunnen in Betrieb sein.

Das zurückgeförderte Lagerstättenwasser wird über eine Einpressbohrung zurück in die eigentliche Lagerstätte in einer Tiefe von etwa 850 Metern Tiefe gepumpt.

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt und weiterentwickelt. Es werden Messorte und Grundwassermessstellen genutzt und im monatlichen Rhythmus Proben entnommen. Die Ergebnisse der Analyse der Proben des Grund- und Oberflächenwassers zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Weiterhin existieren keine Hinweise auf einen Umweltschaden an der Bohrung Em 51

Eine vorläufige Gefährdungsanalyse für die Einpressbohrung Em 51 hat ergeben, dass ein Umweltschaden wie in der Em 132 ausgeschlossen werden kann. Das ist das Ergebnis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen, die für eine vorläufige Gefährdungsanalyse durchgeführt worden sind. Eine externe Verifizierung der Gefährdungsanalyse der Klassifikationsgesellschaft DNV-GL hat dieses Ergebnis bestätigt. An der Bohrung wird Wintershall Dea noch einen Fördertest durchführen. Ein entsprechender Antrag wurde Ende Januar 2020 beim LBEG eingereicht.

Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132.

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Pressekontakt
Wintershall Dea Mark Krümpel
Wintershall Dea Mark Krümpel
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Wintershall Dea/Ingmar Nolting
Mark
Krümpel
Pressesprecher Aitingen, Landau, Emlichheim

Friedrich-Ebert-Straße 160
34119 Kassel
Deutschland

+49 561-301-1034