Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea treibt die im November 2019 begonnene Sanierung nach dem Lagerstättenwasseraustritt im Erdölfeld Emlichheim in der Grafschaft Bentheim weiter voran. Aus der Einpressbohrung Em 132 war Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Die monatliche Wasserbeprobung zeigt keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Unterdessen liegt das Ergebnis der Laboranalysen aus dem Rückfördertest der stillgelegten Einpressbohrung Em 51 in Emlichheim vor.

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Pferdekopfpumpen in Emlichheim
Pferdekopfpumpen in Emlichheim
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 4. September 2020. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an Einpressbohrungen hatte Wintershall Dea Anfang 2019 Korrosionsschäden festgestellt: An der Bohrung Em 132 in einer Tiefe von 148 Metern; an der Bohrung Em 51 in einer Tiefe zwischen 540 und 778 Metern. Beide Bohrungen wurden außer Betrieb genommen. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Seit dem Frühjahr 2019 befasst sich ein Expertenteam intensiv mit der Sanierung, dem Wasser-Monitoring und der Aufarbeitung. Dazu stimmt sich Wintershall Dea eng mit dem Landesbergamt (LBEG), der Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den niederländischen Behörden ab.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea

Keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen

Untersuchungen der monatlich durchgeführten Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser haben ergeben, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt. Nutzbares Grundwasser zur Trinkwassergewinnung wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Ergebnis der Laboranalysen aus dem Rückfördertest der stillgelegten Einpressbohrung Em 51 in Emlichheim

Bei dem laufenden Rückfördertest an der vor anderthalb Jahren stillgelegten schadhaften Einpressbohrung Em 51 hat Wintershall Dea in einer Tiefe von 540 bis 560 Metern Lagerstättenwasser zurückgefördert. Das hat eine Untersuchung von Proben durch ein unabhängiges Labor bestätigt. Zugleich bestätigt der Test auf Grund der dabei festgestellten sehr geringen Förderraten vorherige Untersuchungen an der Em 51, wonach ein vergleichbarer Lagerstättenwasser-Austritt wie an der Einpressbohrung Em 132 nicht anzunehmen ist.

Darüber hinaus zeigen zwei im direkten Umfeld der Bohrung Em 51 durchgeführte Probebohrungen (so genannte Direct Push Bohrungen) sowie auch alle im 4-Wochen-Rhythmus entnommenen oberflächennahen Wasserproben in der Nähe der Em 51 keine Veränderungen des nutzbaren Grundwassers. Auf Grund der großen Tiefe von mehr als 500 Metern und der Tatsache, dass sich mehrere 100 Meter an dichtem Gestein darüber befinden, ist nicht von einer Gefährdung für das Oberflächen- und nutzbare Grundwasser auszugehen.

Wintershall Dea wird den Rückfördertest gemäß dem mit dem LBEG besprochenen Arbeitsprogramm bis voraussichtlich Mitte September abschließen. Außerdem wird Wintershall Dea mit den Behörden das weitere Vorgehen beraten.

Sanierung läuft

Wintershall Dea hat bereits im November 2019 mit der Sanierung des Schadens im Umfeld der Em 132 begonnen. Die Arbeiten starteten mit einem Immissionspumpversuch am Sanierungsbrunnen der so genannten RKB 1.

Ziel des Immissionspumpversuchs war es, verschiedene Informationen, wie etwa die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im Untergrund, zu erhalten. Auf Grundlage dieser Informationen wurden die Lokationen des zweiten und dritten Sanierungsbrunnens bestimmt. Diese werden derzeit errichtet und sollen im Sommer in Betrieb gehen. Über die Brunnen wird das Lagerstättenwasser wieder aus der Formation herausgepumpt und über eine Einpressbohrung zurück in die eigentliche Lagerstätte in einer Tiefe von etwa 850 Metern gebracht.

Mögliche weitere Sanierungsbrunnen werden nach Vorliegen der weiteren Erkenntnisse aus der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers geplant.

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur laufenden Sanierung wird das permanente Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt. So zeigen die Untersuchungen der monatlichen Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 und Em 51 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse​​@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132 / Em 51.

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