Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea treibt die im November 2019 begonnene Sanierung nach dem Lagerstättenwasseraustritt im Erdölfeld Emlichheim in der Grafschaft Bentheim weiter voran. Aus der Einpressbohrung Em 132 war Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Die monatliche Wasserbeprobung zeigt keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Unterdessen liegt das Ergebnis der Laboranalysen aus dem Rückfördertest der stillgelegten Einpressbohrung Em 51 in Emlichheim vor.

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Pferdekopfpumpen in Emlichheim
Pferdekopfpumpen in Emlichheim
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 2. Dezember 2020. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an Einpressbohrungen hatte Wintershall Dea Anfang 2019 Korrosionsschäden festgestellt: An der Bohrung Em 132 in einer Tiefe von 148 Metern; an der Bohrung Em 51 in einer Tiefe zwischen 540 und 778 Metern. Beide Bohrungen wurden außer Betrieb genommen. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Seit dem Frühjahr 2019 befasst sich ein Expertenteam intensiv mit der Sanierung, dem Wasser-Monitoring und der Aufarbeitung. Dazu stimmt sich Wintershall Dea eng mit dem Landesbergamt (LBEG), der Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den niederländischen Behörden ab.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea

Keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen

Untersuchungen der monatlich durchgeführten Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser haben ergeben, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt. Nutzbares Grundwasser zur Trinkwassergewinnung wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Untersuchungen an der Bohrung Em 51 und Sanierungsarbeiten laufen

Der erste Sanierungsbrunnen, den Wintershall Dea in der so genannten Rammkernbohrung (RKB) 1 nahe der schadhaften Einpressbohrung Em 132 errichtet hat, hat mit der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers begonnen. Die bereits fertiggestellten zweiten und dritten Sanierungsbrunnen werden im zweiten Quartal 2021 nach Abschluss eines Genehmigungsverfahrens für die Anbindungsleitungen in Betrieb genommen.

Der an der schadhaften Einpressbohrung Em 51 durchgeführte Rückfördertest hat bestätigt, dass die Bohrung bis zu einer Tiefe von 400 Metern dicht ist. Der Bereich von 400 bis 560 Metern wird aktuell weiter untersucht, um die schadhaften Stellen genau einzugrenzen. Wie bereits im September bekanntgegeben, hatte Wintershall Dea bei dem Rückfördertest Lagerstättenwasser zurückgefördert.

Auf Grund der großen Tiefe von mehreren hunderten Metern und den darüberliegenden abdichtenden Tonschichten ist nicht von einer Gefährdung für das Oberflächen- und nutzbare Grundwasser auszugehen. Darüber hinaus zeigen die im direkten Umfeld der Bohrung Em 51 durchgeführte Probebohrungen (so genannte Direct Push Bohrungen), dass keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Rückförderung des Lagerstättenwassers

Über die Sanierungsbrunnen wird das ausgetretene Lagerstättenwasser wieder aus der Formation herausgepumpt und über eine Einpressbohrung zurück in die eigentliche Lagerstätte in einer Tiefe von etwa 850 Metern gebracht. Mögliche weitere Sanierungsbrunnen werden nach Vorliegen der weiteren Erkenntnisse aus der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers geplant.

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur laufenden Sanierung wird das permanente Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt. So zeigen die Untersuchungen der monatlichen Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt.

Fragen per E-Mail

Wenn Sie Fragen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen haben, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse​​​@wintershalldea.de mit dem Betreff „Sanierung im Erdölfeld Emlichheim“.

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