Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea hat Korrosionsschäden an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 festgestellt und diese außer Betrieb genommen. Aus der Bohrung Em 132 ist Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Pflanzen.
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Wintershall Dea Emlichheim Leckage
Wintershall Dea Emlichheim Leckage
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 23. Oktober 2019. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen ab 148 bzw. 788 Metern festgestellt. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Wintershall Dea hat die oben genannten Bohrungen außer Betrieb genommen und die zuständigen Behörden unverzüglich informiert. Seit dem Frühjahr laufen umfangreiche Untersuchungen, um den Austritt von Lagerstättenwasser zu prüfen und Auswirkungen auf das nutzbare Grundwasser auszuschließen.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea
Keine Anhaltspunkte für Gefährdung

Untersuchungen von bislang insgesamt 101 Proben des Grund- und Oberflächenwassers im näheren und weiteren Umfeld der Bohrung Em 132 haben ergeben, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht. Trinkwasser wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Sanierungskonzept beim Bergamt vorgelegt

Wintershall Dea hat am 22. Oktober in einer Besprechung mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Landkreis Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim und weiteren Stakeholdern das Konzept für die Sanierung des Schadens im Umfeld der Einpressbohrung Em 132 in Emlichheim vorgestellt.

Das Ende September beim LBEG eingereichte  Sanierungskonzept sieht vor, das ausgetretene Lagerstättenwasser zügig herauszupumpen. Um damit beginnen zu können, wird Wintershall Dea im ersten Schritt zunächst einen sogenannten Immissionspumpversuch an der am 27. September abgeschlossenen Bohrung im Abstrombereich der Em 132 durchführen. Dabei wird das ausgetretene Lagerstättenwasser in unterschiedlichen Tiefen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten herausgepumpt und mit der Sanierung begonnen.

Wintershall Dea hatte Ende Juli mit einer Bohrung im Abstrombereich der Em 132 begonnen. Es wurden Bohrkerne entnommen. In den untersuchten Feststoffanalysen der Bohrkerne wurden Bestandteile von Lagerstättenwasser ab einer Tiefe von 99 bis ca. 150 Metern entdeckt. Die Ergebnisse der Proben des Grund- und Oberflächenwassers wiederum zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

 

Vorbereitungen für Immissionspumpversuch

Mit dem Immissionspumpversuch verfolgt Wintershall Dea das Ziel, verschiedene Informationen wie etwa die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im tiefen Untergrund zu erhalten. Mit diesen Informationen kann die Errichtung von Standorten für die weiteren Sanierungsbrunnen bestimmt werden.

Um den Immissionspumpversuch durchführen zu können, hat Wintershall Dea beim LBEG einen Sonderbetriebsplan eingereicht. Sobald die Genehmigung und die erforderlichen Pumpen- und Packersysteme vorliegen, können die Arbeiten beginnen (im November).

Nach Abschluss dieses Immissionspumpversuchs setzt Wintershall Dea die Sanierung mit dem Herauspumpen des Lagerstättenwassers fort. Weitere Sanierungsbrunnen werden nach Vorliegen der weiteren Erkenntnisse aus dem Immissionspumpversuch geplant.

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser- Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt und weiterentwickelt. Es werden Messorte und Grundwassermessstellen genutzt und im monatlichen Rhythmus Proben entnommen. Zu den schon vorhandenen 15 Messstellen sollen 8 weitere hinzukommen. Die Ergebnisse der Analyse von mittlerweile insgesamt 101 Proben des Grund-und Oberflächenwassers zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Zudem hatte Wintershall Dea die Ingenieurgesellschaft Dr. Schmidt beauftragt, die Erkundungs- und Monitoringmaßnahmen durch ein Grundwasserströmungs- und Schadstofftransportmodell zu ergänzen. Ziel dieser Modellierung ist, zu berechnen, wie sich das Lagerstättenwasser im Umfeld der schadhaften Bohrung ausgebreitet haben könnte. Auf Basis dieser Ergebnisse und der bisherigen Erkundungen werden die Standorte zusätzlicher Grundwassermessstellen in unterschiedlichen Tiefen geprüft. Damit soll die Lage der Schadstofffahne weiter untersucht werden.

Geoelektrische Testmessung

Zur möglichen Unterstützung der Sanierung plant Wintershall Dea eine geoelektrische Messung. Diese Untersuchung ist keine Voraussetzung für die Durchführung der geplanten Sanierung, sondern eine Testmessung. Sie erfolgt parallel, dadurch gibt es auch keine Verzögerung der geplanten Sanierungsarbeiten. Mit dem geoelektrischen Verfahren können möglicherweise zusätzliche Erkenntnisse über die Ausbreitung des Lagerstättenwassers anhand der Leitfähigkeit des Untergrundes ermittelt werden. Das Verfahren der Geoelektrik bietet die Möglichkeit, Leitfähigkeiten von Gesteinsschichten und der darin enthaltenen Wässer zu kartieren. Die Messungen finden auf einer kleinen Testfläche statt. Wintershall Dea informiert vorab die Grundstückseigentümer, ob sie mit den Messungen einverstanden sind.

Weiterhin keine Hinweise auf einen Umweltschaden an der Bohrung Em 51

Eine vorläufige Gefährdungsanalyse für die Einpressbohrung Em 51 hat ergeben, dass ein Umweltschaden wie in der Em 132 ausgeschlossen werden kann. Das ist das Ergebnis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen, die für eine vorläufige Gefährdungsanalyse durchgeführt worden sind. Wintershall Dea hat darüber hinaus einen Gutachter der Klassifikationsgesellschaft DNV-GL beauftragt, eine externe Gefährdungsanalyse zu erstellen. Außerdem soll noch ein Fördertest durchgeführt werden. Ein entsprechender Antrag ist beim LBEG eingereicht. Darüber hinaus zeigen auch alle bisherigen Wasserproben in der Nähe der Em 51 weiterhin keine Veränderungen des Wassers.

Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

INFOVERANSTALTUNG ZU NEUEN BOHRUNGEN AM BOHRPLATZ

Wintershall Dea lädt am Dienstag, 5. November, von 16 bis 19 Uhr, zur Besichtigung eines Bohrplatzes in Emlichheim ein. Für das Erdölfeld sind vier neue Bohrungen geplant, um die Produktion am Standort auch zukünftig stabil zu halten. Mitarbeiter von Wintershall Dea informieren über die anstehenden Bohrungen. Zudem beantworten sie Fragen zum Austritt von Lagerstättenwasser aus der Einpressbohrung Em 132 und der nun anstehenden Sanierung. Die Besichtigung findet am Bohrplatz Em 192, Westfeld, statt. Die Anfahrt aus Emlichheim erfolgt über die Ossestraße (L44).

Den Einladungsflyer finden Sie hier.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132.

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Wintershall Dea Mark Krümpel
Wintershall Dea Mark Krümpel
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Wintershall Dea/Ingmar Nolting
Mark
Krümpel
Pressesprecher

Friedrich-Ebert-Str. 160
34119 Kassel
Deutschland

+49 561 301-3301