Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea treibt die im November 2019 begonnene Sanierung nach dem Lagerstättenwasseraustritt im Erdölfeld Emlichheim in der Grafschaft Bentheim weiter voran. Aus der Einpressbohrung Em 132 war Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Die monatliche Wasserbeprobung zeigt keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen.

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Wintershall Dea Emlichheim Leckage
Wintershall Dea Emlichheim Leckage
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 23. Juni 2020 Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Anfang 2019 Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen ab 148 bzw. 788 Metern festgestellt. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Wintershall Dea hat die oben genannten Bohrungen außer Betrieb genommen und die zuständigen Behörden informiert. Seit dem Frühjahr 2019 befasst sich ein Expertenteam intensiv mit der Sanierung, dem Wasser-Monitoring und der Aufarbeitung. Dazu stimmt sich Wintershall Dea eng mit dem Landesbergamt (LBEG), der Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den niederländischen Behörden ab.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea

Keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen

Untersuchungen der monatlich durchgeführten Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser haben ergeben, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt. Nutzbares Grundwasser zur Trinkwassergewinnung wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Sanierung läuft

Wintershall Dea hat bereits im November 2019 mit der Sanierung des Schadens im Umfeld der Em 132 begonnen. Die Arbeiten starteten mit einem Immissionspumpversuch am Sanierungsbrunnen der so genannten RKB 1.

Ziel des Immissionspumpversuchs war es, verschiedene Informationen, wie etwa die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im Untergrund, zu erhalten. Auf Grundlage dieser Informationen wurden die Lokationen des zweiten und dritten Sanierungsbrunnens bestimmt. Diese werden derzeit errichtet und sollen im Sommer in Betrieb gehen. Über die Brunnen wird das Lagerstättenwasser wieder aus der Formation herausgepumpt und über eine Einpressbohrung zurück in die eigentliche Lagerstätte in einer Tiefe von etwa 850 Metern gebracht.

Mögliche weitere Sanierungsbrunnen werden nach Vorliegen der weiteren Erkenntnisse aus der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers geplant.

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur laufenden Sanierung wird das permanente Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt. So zeigen die Untersuchungen der monatlichen Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser, dass es weder eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen noch Anzeichen für einen Zufluss von Lagerstättenwasser gibt.

Keine Hinweise auf einen Umweltschaden an der Bohrung Em 51

Zudem sind die Vorbereitungen für einen abschließenden Fördertest an der Einpressbohrung Em 51 fast abgeschlossen. Dieser wird im Juli durchgeführt werden. Eine vorläufige Gefährdungsanalyse für die Einpressbohrung Em 51 auf Basis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen hatte ergeben, dass ein Umweltschaden wie in der Em 132 ausgeschlossen werden kann.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse​@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132.

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