Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea hat Korrosionsschäden an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 festgestellt und diese außer Betrieb genommen. Aus der Bohrung Em 132 ist Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Pflanzen.
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Wintershall Dea Emlichheim Leckage
Wintershall Dea Emlichheim Leckage
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 30. September 2019. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hat Wintershall Dea Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen ab 148 bzw. 788 Metern festgestellt. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Wintershall Dea hat die oben genannten Bohrungen außer Betrieb genommen und die zuständigen Behörden unverzüglich informiert. Seit dem Frühjahr laufen umfangreiche Untersuchungen, um den Austritt von Lagerstättenwasser zu prüfen und Auswirkungen auf das nutzbare Grundwasser auszuschließen.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea
Keine Anhaltspunkte für Gefährdung

Untersuchungen von bislang insgesamt 81 Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser im näheren und weiteren Umfeld der Bohrung Em 132 haben ergeben, dass derzeit weiterhin keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht. Trinkwasser wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Sanierungskonzept beim Bergamt vorgelegt

Nach den ersten Erkundungen hat Wintershall Dea am Montag, 30. September, ein Konzept für die Sanierung des Schadens im Umfeld der Einpressbohrung Em 132 in Emlichheim (Grafschaft Bentheim) beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht. Das LBEG prüft nun das Konzept. Das Sanierungskonzept sieht vor, das ausgetretene Lagerstättenwasser zügig herauszupumpen. Um damit beginnen zu können, wird Wintershall Dea im ersten Schritt zunächst einen sogenannten Immissionspumpversuch an der am 27. September abgeschlossenen Bohrung im Abstrombereich der Em 132 durchführen. Dabei wird das ausgetretene Lagerstättenwasser in unterschiedlichen Tiefen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten herausgepumpt und mit der Sanierung begonnen.

Wintershall Dea hatte Ende Juli mit einer Bohrung im Abstrombereich der Em 132 begonnen. Es wurden Bohrkerne entnommen. In den untersuchten Feststoffanalysen der Bohrkerne wurden Bestandteile von Lagerstättenwasser ab einer Tiefe unterhalb von 99 Metern entdeckt.

Vorbereitungen für Immissionspumpversuch

Mit dem Immissionspumpversuch verfolgt Wintershall Dea das Ziel, verschiedene Informationen wie etwa die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im tiefen Untergrund zu erhalten. Mit diesen Informationen kann die Errichtung von Standorten für die weiteren Sanierungsbrunnen bestimmt werden.

Um den Immissionspumpversuch durchführen zu können, wird Wintershall Dea beim LBEG einen Sonderbetriebsplan einreichen. Sobald die Genehmigung und die erforderlichen Pumpen- und Packersysteme vorliegen, können die Arbeiten beginnen (voraussichtlich Ende Oktober).

Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring

Parallel zur Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser- Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt und weiterentwickelt. Es wurden Messorte und Grundwassermessstellen genutzt und im monatlichen Rhythmus Proben entnommen. Die Ergebnisse der Analyse von mittlerweile insgesamt 81 Proben des Grund-und Oberflächenwassers zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Zudem hatte Wintershall Dea die Ingenieurgesellschaft Dr. Schmidt beauftragt, die Erkundungs- und Monitoringmaßnahmen durch ein Grundwasserströmungs- und Schadstofftransportmodell zu ergänzen. Ziel dieser Modellierung ist, zu berechnen, wie sich das Lagerstättenwasser im Umfeld der schadhaften Bohrung ausgebreitet haben könnte. Auf Basis dieser Ergebnisse und der bisherigen Erkundungen werden die Standorte zusätzlicher Grundwassermessstellen in unterschiedlichen Tiefen geprüft. Damit soll die Lage der Schadstofffahne weiter untersucht werden.

Weiterhin keine Hinweise auf einen Umweltschaden an der Bohrung Em 51

Es gibt weiterhin keine Anzeichen eines Umweltschadens an der schadhaften Einpressbohrung Em 51 in Emlichheim (Grafschaft Bentheim). Das ist das Ergebnis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen, die für eine vorläufige Gefährdungsanalyse durchgeführt worden sind. Darüber hinaus zeigen auch alle bisherigen Wasserproben in der Nähe der Em 51 weiterhin keine Veränderungen des Wassers.

Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132.

Pressekontakt
Wintershall Dea Mark Krümpel
Wintershall Dea Mark Krümpel
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Wintershall Dea/Ingmar Nolting
Mark
Krümpel
Pressesprecher

Friedrich-Ebert-Str. 160
34119 Kassel
Deutschland

+49 561 301-3301