Austritt von Lagerstättenwasser in Emlichheim

Wintershall Dea hat Korrosionsschäden an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 festgestellt und diese außer Betrieb genommen. Aus der Bohrung Em 132 ist Lagerstättenwasser in den Untergrund gelangt. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Pflanzen.
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Wintershall Dea Emlichheim Leckage
Wintershall Dea Emlichheim Leckage
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Wintershall Dea/Christian Burkert
Stand: 10. September 2019. Diese Website wird regelmäßig aktualisiert.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hat Wintershall Dea Korrosionsschäden an der Verrohrung in Tiefen ab 148 bzw. 788 Metern festgestellt. Durch die Rohre von Einpressbohrungen wird Wasser, das bei der Erdölförderung mitgefördert wird (sogenanntes Lagerstättenwasser), zur Druckerhaltung in die Erdöllagerstätte in rund 850 Meter Tiefe zurückgeführt.

Wintershall Dea hat die oben genannten Bohrungen außer Betrieb genommen und die zuständigen Behörden unverzüglich informiert. Seit dem Frühjahr laufen umfangreiche Untersuchungen, um den Austritt von Lagerstättenwasser zu prüfen und Auswirkungen auf das nutzbare Grundwasser auszuschließen.

Wintershall Dea Karte Emlichheim
Wintershall Dea Karte Emlichheim
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Wintershall Dea

Dazu wurden sieben Bohrungen niedergebracht. Durch die Daten aus den Bohrungen bzw. Grundwassermessstellen erhält Wintershall Dea ein genaueres Bild von den grundwasserführenden Schichten und der Fließrichtung des Grundwassers. Umfang und Ausmaß des weiteren Grundwasser-Monitorings werden in Abstimmung mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) kontinuierlich angepasst.

Keine Anhaltspunkte für Gefährdung

Untersuchungen von bislang insgesamt 64 Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser im näheren und weiteren Umfeld der Bohrung Em 132 haben ergeben, dass es derzeit weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung von Menschen, Tieren und Pflanzen gibt. Trinkwasser wird in diesem Gebiet nicht gefördert.

Wintershall Dea hat im Juli zu Testzwecken Frischwasser in die Bohrung Em 132 verpresst. Diese Einpresstests dienten als Basis für eine vorläufige Gefährdungsanalyse. Demnach ist aus der Bohrung Em 132 Lagerstättenwasser über Leckagestellen, die unterhalb einer Tiefe von etwa 150 Metern liegen, in den Untergrund gelangt – schätzungsweise 140.000 bis möglicherweise 220.000 Kubikmeter.

Sanierungsvorbereitungen laufen

Wintershall Dea bringt derzeit im Abstrombereich der Em 132 eine Tiefbohrung nieder. Mit ihr sollen unter anderem Informationen über die mögliche Ausbreitung des ausgetretenen Lagerstättenwassers gewonnen werden. Die Bohrung wird zu einer Grundwassermessstelle ausgebaut und sie soll perspektivisch auch zur Sanierung des Schadens genutzt werden, so kann über die Installation einer Pumpe das Lagerstättenwasser nach oben gefördert werden. Wintershall Dea treibt die Sanierung mit höchster Priorität voran: Die an der Bohrung Em 132 in den tiefen Untergrund gelangten Lagerstättenwasser-Inhaltsstoffe können durch Förderung beziehungsweise das Herauspumpen wieder entfernt werden.  

Weiterhin keine Hinweise auf einen Umweltschaden an der Bohrung Em 51

Es gibt weiterhin keine Anzeichen eines Umweltschadens an der schadhaften Einpressbohrung Em 51 in Emlichheim (Grafschaft Bentheim). Das ist das Ergebnis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen, die für eine vorläufige Gefährdungsanalyse durchgeführt worden sind. Darüber hinaus zeigen auch alle bisherigen Wasserproben in der Nähe der Em 51 weiterhin keine Veränderungen des Wassers.

Weitere Informationen sowie die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Regelmäßige Informationen per E-Mail

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu den weiteren Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen an der schadhaften Bohrung Em 132 per E-Mail erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wintershalldea.de mit dem Betreff Verteiler Em 132.