Sanierung schreitet weiter planmäßig voran

Nordhorn / Hamburg / Kassel
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Eine hellgrüne Pferdekopfpumpe
Eine hellgrüne Pferdekopfpumpe
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Wintershall Dea/Christian Burkert
  • Aktuelle Besprechung mit LBEG, Grafschaft Bentheim, Samtgemeinde Emlichheim und weiteren Stakeholdern
  • Sanierungsarbeiten an der Bohrung Em 132 schreiten voran, zwei weitere Sanierungsbrunnen fertiggestellt und in Betrieb genommen
  • Permanente Beprobungen zeigen weiterhin, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht

Die Sanierungsarbeiten an der schadhaften Einpressbohrung Em 132 schreiten planmäßig voran. In einem Besprechungstermin in Emlichheim, an dem unter anderem das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), die Samtgemeinde Emlichheim, der Landkreis Grafschaft Bentheim, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie Vertreter niederländischer Behörden teilgenommen haben, wurde am Donnerstag der aktuelle Stand vorgestellt.

Zwei weitere Sanierungsbrunnen im Umfeld der Einpressbohrung Em 132 konnten fertiggestellt und nach erfolgreicher Leitungsanbindung Mitte September 2021 in Betrieb genommen werden. Aktuell nutzt Wintershall Dea Deutschland damit drei Brunnen zur Sanierung des Schadens. Der erste Brunnen, den das Unternehmen in der so genannten Rammkernbohrung (RKB 1) nahe der schadhaften Einpressbohrung Em 132 errichtet hat, hat bereits im vergangenen Jahr mit der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers begonnen. Im weiteren Verlauf werden in

Absprache mit den Behörden weitere Sanierungsmaßnahmen sowie die laufende Optimierung des Messstellen-Monitorings im Umfeld der Em 132 vorangetrieben. Grundlage hierfür ist das hydrogeologische Modell der unabhängigen Ingenieurgesellschaft Dr. Schmidt mbH.

In den vergangenen Monaten hat Wintershall Dea Deutschland zudem die Gefährdungsanalyse für die schadhafte Einpressbohrung Em 51 weiterentwickelt, die von der Klassifikationsgesellschaft DNV bestätigt wurde. Auf Grundlage von Messungen konnten demnach zwei Schadstellen als Austrittsstellen von Lagerstättenwasser identifiziert werden. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Bohrung bis zu einer Tiefe von 400 Metern dicht ist. Weitere Messungen haben ergeben, dass auch außerhalb der Rohre keine Flüssigkeit in höhere Erdschichten aufgestiegen ist. Nutzbares Grundwasser ist entsprechend nach der aktuellen Sachlage nicht beeinträchtigt worden. Das externe Gutachten von DNV bestätigte, dass die kontinuierliche Rückförderung aus der Bohrung Em 51 so lange andauern soll, bis in den monatlichen Beprobungen kein Zufluss von Lagerstättenwasser mehr festgestellt werden kann.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Deutschland Anfang 2019 Korrosionsschäden festgestellt und diese außer Betrieb genommen. Parallel zur laufenden Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring im Umfeld der Em 132 und Em 51 fortgeführt. Die Untersuchungen der regelmäßigen Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser zeigen weiterhin, dass keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Wintershall Dea Deutschland untersuchte im Förderbetrieb Emlichheim auch alle ehemaligen, nunmehr ruhenden Produktions- und Injektionsbohrungen. Von den untersuchten Bohrungen werden neun Bohrungen aktuell bis Ende des Jahres nach einem mit den Behörden abgestimmten Untersuchungsplan abgearbeitet. Weitere Untersuchungen in den letzten beiden Jahren hatten zudem bestätigt, dass alle in Betrieb befindlichen Produktions- und Injektionsbohrungen am Standort Emlichheim sicher betrieben werden können.

Über Wintershall Dea
Wintershall Dea ist Europas führendes unabhängiges Erdgas- und Erdölunternehmen mit mehr als 120 Jahren Erfahrung als Betriebsführer und Projektpartner entlang der gesamten E&P-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln und Sitz in Kassel und Hamburg sucht und fördert in 13 Ländern weltweit Gas und Öl auf effiziente und verantwortungsvolle Weise. Mit Aktivitäten in Europa, Russland, Lateinamerika und der MENA-Region (Middle East & North Africa) verfügt Wintershall Dea über ein weltweites Upstream-Portfolio und ist mit Beteiligungen im Erdgastransport zudem im Midstream-Geschäft aktiv. Mehr in unserem Geschäftsbericht.

Als europäisches Gas- und Ölunternehmen unterstützen wir das Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dafür haben wir uns anspruchsvolle Ziele gesetzt: Bis 2030 wollen wir die Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1 und 2 in allen unseren eigenoperierten und nicht eigenoperierten Explorations- und Produktionsaktivitäten in Höhe unseres Anteils auf netto-null reduzieren. Zudem will Wintershall Dea die eigene Methanintensität bis 2025 auf unter 0,1 Prozent senken und weiterhin das routinemäßige Abfackeln von Begleitgas komplett vermeiden. Die Klimaziele sollen durch Portfoliooptimierung, Emissionsreduzierung durch mehr Energieeffizienz, Investitionen in naturbasierte Ausgleichslösungen sowie in Zukunftstechnologien wie Wasserstoff und CCS erreicht werden. Mehr hierzu finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding GmbH und der DEA Deutsche Erdoel AG hervorgegangen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 2.500 Mitarbeitende aus über 60 Nationen.

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