Emlichheim Innovation trifft Tradition

Die Dampffluttechnik macht es möglich: Seit 75 Jahren produzieren wir in Emlichheim Erdöl auf konstant hohem Niveau. 

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Wintershall Dea Standort Emlichheim Pferdekopfpumpen
Pferdekopfpumpen im Sonnenuntergang Emlichheim
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Wintershall Dea/Uwe Zucchi

In Emlichheim an der deutsch-niederländischen Grenze liegt eines der ältesten Erdölfelder Deutschlands. Dort fördert Wintershall Dea seit 75 Jahren Erdöl auf konstant hohem Niveau. Das ist weltweit einzigartig und vor allem der immer weiterentwickelten Dampffluttechnik zu verdanken. Investitionen, unter anderem in eine hochauflösende 3D-Seismik und eine Bohrkampagne, tragen dazu bei, dass Emlichheim auch künftig Maßstäbe setzen wird. 

Wintershall Dea Quickfact Emlichheim
Wintershall Dea Quickfact Emlichheim
Wintershall Dea Emlichheim Bohrturm
Wintershall Dea Emlichheim Bohrturm

Der Standort in der Grafschaft Bentheim zählt zu den traditionellen Produktionsstandorten von Winterhall Dea in Deutschland.

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Wintershall Dea/Christian Burkert
Dem Erdöl Dampf machen

Mit dem Einsatz innovativer Technologie macht Wintershall Dea dem Erdöl in Emlichheim schon seit über 35 Jahren Dampf: 300 Grad heißer Dampf wird mit einem Druck von rund 100 bar in die Lagerstätte gepresst. Das im porösen Gestein festsitzende Erdöl erwärmt sich, wird dünnflüssiger und fließt leichter zu den Produktionsbohrungen. Eine im internationalen Vergleich einzigartig lange Zeit der Plateauförderung ist die Folge. In Kombination mit der Horizontalbohrtechnik schafft das einen überdurchschnittlichen Entölungsgrad von deutlich über 40 Prozent – üblich sind etwa 30 Prozent.

Bohren im Bentheimer Sandstein

Wintershall Dea hat 2020 eine Kampagne mit insgesamt vier neuen Bohrungen abgeschlossen, um die Produktion im Erdölfeld in Emlichheim stabil zu halten. Die Bohrungen erschließen die Erdöllagerstätte, den Bentheimer Sandstein, in einer Tiefe von 800 bis 900 Metern. Zwei der vier Bohrungen dienen der Förderung von Erdöl, über die anderen beiden Bohrungen wird heißer Dampf in die Lagerstätte injiziert. Zusätzlich werden zwei vorhandene Produktionsbohrungen in andere Bereiche der Lagerstätte abgelenkt.

Wintershall Dea Emlichheim Sandsteinproben
Wintershall Dea Emlichheim Sandsteinproben

Die Bohrkerne aus den neuen Bohrungen der Erdöllagerstätte Bentheimer Sandstein.

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Wintershall Dea/Christian Burkert
Erdöl sicher erschließen und fördern

Jede Erdölförderung beginnt mit einer Bohrung. Es ist höchste Präzisionsarbeit, einen Bohrmeißel tief unter der Erde zielgerichtet zu steuern – und das rund um die Uhr. Zirka zwei Wochen dauert jede Bohrung in Emlichheim. Der Ablauf ist in fünf Schritte unterteilt. 

Wintershall Dea Mitarbeiter Seismikbohrung
Wintershall Dea Mitarbeiter Seismikbohrung
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Wintershall Dea/Christian Burkert

Umweltschonender Transport mit neuer Ölleitung

2018 hat Wintershall Dea in Emlichheim mit einer modernen, hochauflösenden 3D-Seismik die Grundlage für die Erschließung weiterer Erdölvorkommen in den nächsten Jahrzehnten gelegt. Im Sommer 2020 wurde zudem mit dem Bau einer Erdöltransportleitung begonnen, um das geförderte Öl sicher und umweltschonend zur 14 km entfernten Raffinerie nach Lingen zu transportieren. Das Reinöl wird damit künftig ausschließlich über Leitungen aus dem Emlichheimer Erdölfeld über Osterwald bis zur Raffinerie geleitet und nicht mehr in Eisenbahnwaggons transportiert. Wintershall Dea wird die Bauarbeiten bis Frühjahr 2021 abschließen.

Weitere Informationen zum Bau der Erdölleitung finden Sie in unserem Informationsblatt.

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