Wintershall Dea schließt Rückbauarbeiten an der Bohrung „Wittorf Z1“ ab

Langwedel-Holtebüttel
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Betriebsplatz der „Wittorf Z1“ in Grapenmühlen
Betriebsplatz der „Wittorf Z1“ in Grapenmühlen
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Wintershall Dea

Wintershall Dea Deutschland beginnt in der Woche ab dem 18. Oktober mit dem endgültigen Rückbau des Betriebsplatzes der „Wittorf Z1“. Die Fläche wird anschließend vollständig rekultiviert. Die Arbeiten werden voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein. Damit schließt Wintershall Dea Deutschland die gesamten Verfüllungs- und Rückbauarbeiten der ehemaligen Bohrung „ Wittorf Z1“ in der Nähe von Wittorf (Landkreis Rotenburg/Wümme) ab. Die Bohrung diente zuletzt bis 2018 zur Einleitung für das bei der Erdgasförderung natürlich anfallende Lagerstättenwasser.

In einem ersten Schritt hatte Wintershall Dea Deutschland bereits im Februar 2019 damit begonnen, die obertägigen Anlagen der ehemaligen Wasserversenkbohrung zunächst zu reinigen und anschließend abzubauen. Danach folgte die Verfüllung der Bohrung. Wintershall Dea Deutschland hat in mehreren Informationsveranstaltungen über den Rückbau informiert.

Nach dem Rückbau und der Rekultivierung des Betriebsplatzes wird Wintershall Dea Deutschland ein freiwilliges, systematisches Grundwassermonitoring durchführen. Dies hatte das Unternehmen im Dialog mit dem Flächeneigentümer, der Stadt und der Initiative Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit (WUG) zugesagt.

Ralf Goebel, Bürgermeister der Stadt Visselhövede: „Wir sehen den Prozess des nun abschließenden Rückbaus und der Rekultivierung des Betriebsplatzes der Wittorf Z1 als einen positiven Schritt.  Wintershall Dea hat hier zu den einzelnen Rückbauabschnitten mit mehreren Informationsveranstaltungen informiert und berichtet. Darüber hinaus begrüßen wir es sehr, dass das Unternehmen im Nachgang zu dem Rückbau ein freiwilliges Grundwasser-Monitoring durchführen will. “

Bei den nun beginnenden abschließenden Rückbauarbeiten, die von Spezialfirmen durchgeführt werden, wird im ersten Schritt der Zaun abmontiert. Danach beginnt das Abtragen des betonierten Betriebsplatzes sowie der Aushub von Boden bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern. Anschließend wird neuer Boden aufgefüllt. Die Rekultivierung verläuft in mehreren Schritten, dazu gehören das Auftragen von Mutterboden, das Pflügen des Geländes und abschließend die Ansaat des Grünlandes. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Fläche wieder landwirtschaftlich genutzt werden.

Die gesamten Arbeiten sind von der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), zugelassen und werden entsprechend beaufsichtigt. Während der Arbeiten ist insbesondere auf der Bundesstraße B440 zwischen Wittorf und Visselhövede etwas mehr Fahrzeug-Verkehr als sonst üblich zu erwarten. Wintershall Dea Deutschland dankt für das Verständnis.

Zum Hintergrund:

Der Betriebsplatz der „Wittorf Z1“ befindet sich in Grapenmühlen (Landkreis Rotenburg/Wümme) am Rande der Bundesstraße B440 zwischen Wittorf und Visselhövede. 1981 wurde die Bohrung dort als Erdgas-Produktionsbohrung bis auf eine Tiefe von gut 5.000 Metern niedergebracht. Da die Förderraten in den darauffolgenden Jahren nicht den Erwartungen entsprachen, wurden die unteren rund 4.000 Meter der Bohrung 1994 verfüllt. Danach hat Wintershall Dea die „Wittorf Z1“ als Versenkbohrung für das bei der Erdgasförderung natürlich anfallende Lagerstättenwasser genutzt. Ende 2018 wurde der Betrieb bei Grapenmühlen endgültig eingestellt.

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