Wintershall Dea stellt Sanierungskonzept für Einpressbohrung in Emlichheim vor

Emlichheim
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Pferdekopf-Pumpe in Emlichheim Wintershall Dea
Pferdekopf-Pumpe in Emlichheim Wintershall Dea
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Wintershall Dea/Uwe Zucchi
  • Ausgetretenes Lagerstättenwasser wird aus dem Untergrund gepumpt
  • Sonderbetriebsplan für Immissionspumpversuch beim LBEG eingereicht

Wintershall Dea hat am Dienstag in einer Besprechung mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Landkreis Grafschaft Bentheim, der Samtgemeinde Emlichheim und weiteren Stakeholdern das Konzept für die Sanierung des Schadens im Umfeld der Einpressbohrung Em 132 in Emlichheim vorgestellt. „Nun setzen wir mit Hochdruck um, was wir bereits im August angekündigt haben: Wir holen das ausgetretene Lagerstättenwasser wieder aus dem Untergrund heraus“, sagte Dirk Warzecha, Leiter Wintershall Dea Deutschland.

Das Ende September beim LBEG eingereichte Sanierungskonzept sieht vor, das ausgetretene Lagerstättenwasser zügig herauszupumpen. Um damit beginnen zu können, wird Wintershall Dea jetzt einen Immissionspumpversuch in der Bohrung durchführen, die im Abstrombereich der Em 132 mit einer Tiefe von 230 Metern am 27. September abgeschlossen worden war. Bei dieser so genannten Rammkernbohrung 1 wurden laufend Bohrkerne entnommen und untersucht. In den untersuchten Feststoffanalysen der Bohrkerne wurden Bestandteile von Lagerstättenwasser ab einer Tiefe von 99 bis ca. 150 Metern entdeckt. Die Ergebnisse von insgesamt 101 Proben des Grund- und Oberflächenwassers wiederum zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht. 

Bei dem Immissionspumpversuch wird das ausgetretene Lagerstättenwasser in unterschiedlichen Tiefen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gefördert. „Wir erhalten damit verschiedene Informationen über die Durchlässigkeit des Gesteins und die Verteilung des Lagerstättenwassers im tiefen Untergrund. All das sind sehr wichtige Informationen für uns. Denn sie unterstützen uns bei der Planung der weiteren Sanierungsmaßnahmen“, sagte Warzecha.

Nach Abschluss dieses Immissionspumpversuchs, für den Wintershall Dea beim LBEG einen Sonderbetriebsplan eingereicht hat, setzt das Unternehmen die Sanierung mit dem Herauspumpen des Lagerstättenwassers fort. „Weitere Sanierungsbrunnen werden nach Vorliegen der weiteren Erkenntnisse aus dem Immissionspumpversuch geplant“, sagte Warzecha. „Die Sanierung des Schadens im Umfeld der Em 132 hat für uns höchste Priorität! Damit beginnen wir jetzt.“

Parallel zur Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring in Abstimmung mit dem LBEG fortgeführt und weiterentwickelt. Es werden Messorte und Grundwassermessstellen genutzt und im monatlichen Rhythmus Proben entnommen. Die Ergebnisse der Analyse aller Proben des Grund- und Oberflächenwassers zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.  „Auch diese Untersuchungen setzen wir fort, um Gefahren weiterhin ganz klar ausschließen zu können“, betonte Warzecha.

Eine vorläufige Gefährdungsanalyse für die Einpressbohrung Em 51 hatte ergeben, dass ein Umweltschaden wie in der Em 132 ausgeschlossen werden kann (s. Pressemittelung vom 2.9.2019). Das ist das Ergebnis eines Injektionstests sowie verschiedener Messungen und Untersuchungen, die für eine vorläufige Gefährdungsanalyse durchgeführt worden sind. Wintershall Dea hat darüber hinaus einen Gutachter der Klassifikationsgesellschaft DNV-GL beauftragt, eine externe Gefährdungsanalyse zu erstellen.  Außerdem soll noch ein Fördertest durchgeführt werden. Ein entsprechender Antrag ist beim LBEG eingereicht.

Die Präsentation von Wintershall Dea zur heutigen Besprechung mit dem LBEG finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie im Fact Sheet.

Mehr Informationen zum Lagerstättenwasser-Austritt in Emlichheim finden Sie hier.

Über Wintershall Dea

Mit dem Zusammenschluss von Wintershall Holding GmbH und DEA Deutsche Erdoel AG bilden zwei erfolgreiche Firmen mit langer Tradition das führende unabhängige Erdgas- und Erdölunternehmen Europas: Wintershall Dea. Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln und Sitz in Kassel und Hamburg sucht und fördert weltweit in 13 Ländern Gas und Öl auf effiziente und verantwortliche Art und Weise. Mit Aktivitäten in Europa, Russland, Lateinamerika und der MENA-Region (Middle East & North Africa) verfügt Wintershall Dea über ein weltweites Upstream-Portfolio und ist mit Beteiligungen im Erdgastransport zudem im Midstream-Geschäft aktiv.

Wintershall Dea steht für mehr als 120 Jahre Erfahrung als Betriebsführer und Projektpartner entlang der gesamten E&P-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 4.000 Mitarbeiter aus über 60 Nationen. Die durchschnittliche Tagesproduktion von rund 590.000 Barrel Öläquivalent will das Unternehmen im Zeitraum zwischen 2021 und 2023 auf 750.000 bis 800.000 Barrel steigern. Mittelfristig wird ein Börsengang von Wintershall Dea angestrebt.

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