Erdölfeld Emlichheim: Weitere Sanierung und Untersuchungsplan konkretisiert

Nordhorn/Hamburg /Kassel
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Wintershall Dea Emlichheim Bohrturm
Wintershall Dea Emlichheim Bohrturm
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Wintershall Dea/Christian Burkert
  • Aktuelle Besprechung mit LBEG, Grafschaft Bentheim, Samtgemeinde Emlichheim und weiteren Stakeholdern
  • Kein Aufstieg von Lagerstättenwasser an der Einpressbohrung Em 51
  • Sanierungsarbeiten an der Bohrung Em 132 schreiten voran
  • Permanente Beprobungen zeigen, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht
  • Untersuchung aller Bohrungen abgeschlossen und weiteres Arbeitsprogramm festgelegt

Wintershall Dea Deutschland hat in der nunmehr elften Besprechung mit den Behörden über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten im Erdölfeld Emlichheim (Grafschaft Bentheim) berichtet. Daran teilgenommen haben unter anderem das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), die Samtgemeinde Emlichheim, der Landkreis Grafschaft Bentheim, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie Vertreter niederländischer Behörden. Wegen der Corona-Pandemie fand die Besprechung als Videokonferenz statt.

Demnach gibt es keine Hinweise für einen Aufstieg von Lagerstättenwasser an der schadhaften Einpressbohrung Em 51. Wie Wintershall Dea Deutschland bekanntgegeben hatte, war hier zunächst bei einem Rückfördertest Lagerstättenwasser gefördert worden. Gleichzeitig war festgestellt worden, dass die Bohrung bis zu einer Tiefe von 400 Metern dicht ist. Zusätzliche Messungen haben nun bestätigt, dass auch außerhalb der Rohre kein Lagerstättenwasser in höhere Erdschichten aufgestiegen ist. Auf Grund der großen Tiefe der Leckage-Stellen von mehreren hundert Metern und der Mächtigkeit einer darüberliegenden, abdichtenden Tonschicht, ist daher nicht von einer Gefährdung für das Oberflächen- und nutzbare Grundwasser auszugehen. Darüber hinaus zeigt auch das kontinuierliche Monitoring des Grundwassers im direkten Umfeld der Bohrung Em 51, dass keine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Bei Wartungsarbeiten an den Einpressbohrungen Em 132 und Em 51 hatte Wintershall Dea Deutschland Anfang 2019 Korrosionsschäden festgestellt und diese außer Betrieb genommen.

Unterdessen schreitet die Sanierung an der schadhaften Einpressbohrung Em 132 voran. Der erste Sanierungsbrunnen, den Wintershall Dea Deutschland in der so genannten Rammkernbohrung (RKB) 1 nahe der schadhaften Einpressbohrung Em 132 errichtet hat, hat im vergangenen Jahr mit der Rückförderung des ausgetretenen Lagerstättenwassers begonnen. Die bereits fertiggestellten zweiten und dritten Sanierungsbrunnen werden in den kommenden Monaten nach Abschluss eines Genehmigungsverfahrens für die Anbindungsleitungen in Betrieb genommen. Auch das aktualisierte hydrogeologische Modell der unabhängigen Ingenieurgesellschaft Dr. Schmidt mbH wurde vorgestellt, welches die bisher der Sanierung zugrunde gelegten Annahmen weitgehend bestätigte. Im nächsten Schritt werden entsprechend und nach Zustimmung der Behörden weitere Sanierungsmaßnahmen sowie die laufende Optimierung des Messstellen-Monitorings im Umfeld der Em 132 vorangetrieben.

Parallel zur laufenden Sanierung wird das Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitoring im Umfeld der Em 132 und Em 51 fortgeführt. Die Untersuchungen der regelmäßigen Proben aus Oberflächengewässern und oberflächennahem Grundwasser zeigen weiterhin, dass keine Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen besteht.

Wintershall Dea Deutschland stellt Integritätsbewertung vor

Weitere Untersuchungen in den letzten beiden Jahren hatten bestätigt, dass alle in Betrieb befindlichen Produktions- und Injektionsbohrungen am Standort Emlichheim sicher betrieben werden können. Wintershall Dea Deutschland untersuchte im Förderbetrieb Emlichheim zudem auch alle ehemaligen, nunmehr ruhenden Produktions- und Injektionsbohrungen. Von den untersuchten Bohrungen werden nach Zustimmung der Behörden neun Bohrungen im Laufe des Jahres 2021 weiter überprüft. Bei keiner der neun Bohrungen besteht im gegenwärtigen Zustand die Gefahr eines Wasseraustritts.

Über Wintershall Dea

Wintershall Dea ist Europas führendes unabhängiges Erdgas- und Erdölunternehmen mit mehr als 120 Jahren Erfahrung als Betriebsführer und Projektpartner entlang der gesamten E&P-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen mit deutschen Wurzeln und Sitz in Kassel und Hamburg sucht und fördert in 13 Ländern weltweit Gas und Öl auf effiziente und verantwortungsvolle Weise. Mit Aktivitäten in Europa, Russland, Lateinamerika und der MENA-Region (Middle East & North Africa) verfügt Wintershall Dea über ein weltweites Upstream-Portfolio und ist mit Beteiligungen im Erdgastransport zudem im Midstream-Geschäft aktiv.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding GmbH und der DEA Deutsche Erdoel AG hervorgegangen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 2.500 Mitarbeiter aus über 60 Nationen.

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